SolaX
Nachfolgende Anleitung erklärt die Anbindung und Parametrierung von Solax Wechselrichter & Batteriesystemen zur Integration der PV-Daten & Batteriedaten in das SMARTFOX-Monitoring. Für manche Serien steht eine aktive Batteriesteuerung (Bat. Ctrl.) zur Verfügung und ermöglicht damit die Integration dynamischer Stromtarife.
Achtung! Das SolaX Modell X3-Hybrid-10.0-D-E unterstützt keine Modbus RTU Kommunikation, da hier die Baudrate am Gerät nicht entsprechend angepasst werden kann.
- 1 1. Erforderliche Komponenten
- 2 2. Solax Kommunikation via RS485
- 3 3. Solax Kommunikation via TCP
1. Erforderliche Komponenten
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Solax-Serien: Solax Dreiphasen-Serie Solax Einphasen-Serie Solax WiFi Dongle |
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Achtung: Für die Solax String Serie wird der Softwarestand EM2/EM3/EM4 00.01.15.xx oder höher benötigt!
Folgende Wechselrichter können mit keiner Batterie kommunizieren:
Solax X3 String
Solax X1 String
2. Solax Kommunikation via RS485
Diese Anleitung ist für folgende Wechselrichter gültig:
Solax X3 Hybrid Serie
Solax X1 Hybrid Serie
Solax X3 String Serie
Solax X1 String Serie
Solax X3 Ultra Serie
Dieses Kapitel erklärt die notwendige Konfiguration zur Verbindung von SMARTFOX mit der Solax Serie.
Die Solax Kommunikation via TCP wird in Kapitel SolaX | 3. Solax Kommunikation via TCP erklärt.
2.1 Anschluss
Die Kommunikation mit den Solax Wechselrichtern erfolgt via RS485. Verbinden Sie dazu die beiden Geräte mittels einer geeigneten Steuerleitung (z.B. CAT6). Verwenden Sie am Wechselrichter den Anschluss „COM“.
Das Anschlussbeispiel zeigt den Anschluss an den Smartfox.
Wird die unter SolaX | 2.5.1 Option a: Batteriesteuerung durch SMARTFOX Pro (Bat. Control) beschriebene Funktion verwendet, darf kein Solax Energy Meter angeschlossen werden.
Es können bis zu 5 Wechselrichter, welche via „Daisy-Chain-Verfahren“ angeschlossen werden. Dabei gilt ein Wechselrichter als „Master-Wechselrichter“, an dem der SMARTFOX via RS485 angeschlossen wird. Alle anderen Wechselrichter kommunizieren mit dem „Master-Wechselrichter“ über die CAN-Schnittstelle. Der Energiemanager unterscheidet die Wechselrichter anhand der vergebenen Modbus-Adressen (ID).
Für den Anschluss am SMARTFOX wird der Draht von Pin 4 (z.B. T-568B = blau) mit dem RS485 + Kontakt verbunden. Der Draht von Pin 5 (z.B. T-568B = blau/weiß) wird mit dem RS485 – Kontakt des Smartfox verbunden.
2.2 Einstellungen am Wechselrichter
am Wechselrichter das Menü öffnen
Punkt “Settings” öffnen
Passwort eingeben
“Advance Settings” auswählen
“Modbus” öffnen
Baud Rate auf 19200 stellen
Unter “Address” gewünschte Modbus Adresse eingeben
2.2.1 Einstellungen bei mehreren Wechselrichtern
Werden mehrere Solax Wechselrichter verwendet muss dies für den Master-Wechselrichter und die Slave-Wechselrichter eingestellt werden. Wiederholen Sie dafür zunächst Punkt 17-20 um in die Advance Settings des Wechselrichters zu gelangen.
„Parallel Setting“ öffnen
Am Master-Wechselrichter unter „setting“ auf „Master“ stellen
An jedem Slave-Wechselrichter unter „setting“ auf „Free“ stellen
2.3 Einstellungen am Smartfox
Anmelden auf: my.smartfox.at oder lokal über die IP-Adresse auf das Gerät zugreifen
Schritt 2 bis 5 kann nur auf my.smartfox.at durchgeführt werden!
Menü: Einstellungen > Meine Geräte > Basisdaten
Optionen aktivieren:
„Eigenverbrauch aktiviert“
„Gesamtverbrauch aktiviert“
Max PV Power in Watt eintragen
Fronius Push Service deaktivieren!
2.4 Wechselrichter hinzufügen
Menü: Einstellungen > Wechselrichter
Auf „+“ klicken:
Modell: Solax Hybrid RTU oder Solax Strang RTU
Modbus-Adresse eintragen
(Optional) Name & Farbe zuweisen
Hinweis! Werden mehrere Wechselrichter angebunden, mit Schritt 2.4.1 fortfahren!
2.4.1 Einstellungen bei mehreren Wechselrichtern
Um mehr als einen Solax Wechselrichter zu verwenden muss zunächst der Master-Wechselrichter wie in Punkt 2.4 beschrieben eingestellt werden. Danach können weitere Slave-Wechselrichter hinzugefügt werden.
Unter Menüpunkt „Wechselrichter“ auf das nächste freie Plus Symbol klicken, um einen neuen Wechselrichter hinzuzufügen
Modell „SOLAX Slave“ wählen
Optional: Bezeichnung eingeben, mit der der Wechselrichter in der Live-Übersicht angezeigt wird.
Optional: Farbe wählen, mit der der Wechselrichter in den Diagrammen dargestellt wird.
Wenn alle Einstellungen vorgenommen wurden, mit „OK“ bestätigen
2.5 Batterie hinzufügen
Die Batterieansteuerung kann entweder vom SMARTFOX Energiemanager durchgeführt werden oder mittels Wechselrichter erfolgen.
Folgende Wechselrichter können mit keiner Batterie kommunizieren:
Solax X3 String
Solax X1 String
Soll der Batteriespeicher mittels dynamischer Stromtarifen geladen werden, ist die Auswahl „Option a“ erforderlich!
Option a: Batterieansteuerung durch SMARTFOX (Modus Control)
Option b: Batterieansteuerung durch den Wechselrichter
Menü: Einstellungen > Batterie
Auf „+“ klicken:
Modell: Solax RTU oder Solax RTU Ctrl. setzen
(Optional) Farben für Ladeleistung & SOC wählen
2.5.1 Option a: Batteriesteuerung durch SMARTFOX Pro (Bat. Control)
Optional: Farbe wählen, mit der die Lade/Entladeleistung in den Diagrammen dargestellt wird
Optional: Farbe wählen, mit der der SOC in den Diagrammen dargestellt wird.
Die Modbus Adresse des Wechselrichters eintragen, an dem die Batterie angeschlossen ist (Standard = 1)
Zielwert Ladung: Zielwert in Watt eintragen, auf den während der Batterieladung geregelt werden soll. (Standardeinstellung = 0W).
Zielwert Entladung: Zielwert in Watt eintragen, auf den während der Batterieentladung geregelt werden soll. (Standardeinstellung = 0W).
Um nicht mit anderen Regelsystemen zu kollidieren bzw. Prioritäten in der Ansteuerung zu ändern, kann der Zielwert jeweils variiert werden. Beispielsweise wird bei einem Zielwert von -200W konstant ins Netz eingespeist oder mit +200W konstant aus dem Netz bezogen.
Leistung: Die maximale Lade- Entladeleistung festlegen (abhängig von AC-Ausgangsleistung des Wechselrichtermodels und Batteriegröße; siehe Herstellerdatenblatt)
Min. SOC: Minimal gewünschten SOC (State of Charge, Batterieladestand) in Prozent % eintragen (Standard = 8%)
Mit „OK“ bestätigen
2.5.2 Batterieladung mittels dynamischem Stromtarif
Dynamischer Stromtarif muss aktiviert sein.
Option a - Battery Control muss gewählt sein
Danach stehen folgende Einstellungen zur Verfügung:
Energietarif Einschaltpreis:
Wird der eingetragene Strompreis [cent] unterschritten, aktiviert SMARTFOX die Batterieladung und nutzt somit automatisch die günstigen Tarifzeiten.
Energietarif Einschaltdauer:
Dazu wird eine Schaltzeit parametriert z.B. 6 Stunden und eine Einschaltdauer z.B. 3 Stunden, der Energiemanager lädt die Batterie in den 3 günstigsten Stunden, im Zeitfenster der 6 Stunden.
2.5.3 Option b: Batteriesteuerung durch Wechselrichter
Im Menü „Batterie“ prüfen, ob die Batterie Solax RTU ausgewählt wurde oder bei Bedarf selbstständig setzen.
Optional: Farbe wählen, mit der die Lade/Entladeleistung in den Diagrammen dargestellt wird
Optional: Farbe wählen, mit der der SOC in den Diagrammen dargestellt wird.
Die Modbus Adresse des Wechselrichters eintragen, an dem die Batterie angeschlossen ist (Standard = 1)
Mit „OK“ bestätigen
2.6 Kommunikation prüfen
Menü: Einstellungen > RS485/CAN
Funktion: „Wechselrichter Solax“ aktivieren
Neustart durchführen:
Manchmal wird die Verbindung zwischen den Geräten erst nach einem Neustart des SMARTFOX Energiemanagers wiederhergestellt.
👉 Anleitung:
Drücken Sie die Pfeil-hoch und Pfeil-runter Tasten gleichzeitig für 5 Sekunden, um das Gerät neu zu starten.
Ihr SMARTFOX ist nun für die Kommunikation mit einem Solax-Wechselrichter inklusive Batterie bereit.
3. Solax Kommunikation via TCP
Diese Anleitung ist für folgende Wechselrichter gültig:
Solax X3 Hybrid Serie
Solax X1 Hybrid Serie
Solax X3 String Serie
Solax X1 String Serie
Solax X3 Ultra Serie
3.1 Anschluss
Die Kommunikation mit den Solax Wechselrichtern erfolgt via TCP. Wechselrichter und SMARTFOX müssen sich dafür im selben Netzwerk befinden.
Die Modbus TCP Kommunikation wird nur vom Solax WLAN-Dongle unterstützt
Es können bis zu 5 Wechselrichter gleichzeitig ausgelesen werden. Diese können via „Daisy-Chain-Verfahren“ angeschlossen werden. Dabei gilt ein Wechselrichter als „Master-Wechselrichter“, an dem der SMARTFOX via TCP verbunden ist. Die restlichen Wechselrichter werden über die CAN-Schnittstelle miteinander verbunden. Es kann eine Batterie an den Master-Wechselrichter angeschlossen werden.
Das Anschlussbeispiel zeigt den Anschluss an den Smartfox.
Wird die unter SolaX | 3.5.1 Option a: Batteriesteuerung durch SMARTFOX Pro (Bat. Control) beschriebene Funktion verwendet, darf kein Solax Energy Meter angeschlossen werden.
3.2 Einstellungen am Wechselrichter
Wifi Dongle am Wechselrichter anbringen
Wechselrichter einschalten
Mittels Computer oder Smartphone mit dem Wlan des Dongles verbinden
Browser öffnen und http://5.8.8.8/ aufrufen
Benutzername und Passwort eingeben
Einstellungsseite aufrufen
„Find AP“ drücken, damit sich der Dongle mit dem Heimrouter verbindet, oder SSID des Routers manuell eingeben
Unter „Key“ Passwort des Heimrouters eingeben
Automatisch vergebene IP-Adresse unter „IP address“ notieren oder unter Menüpunkt „Static IP“ statische IP-Adresse vergeben
Mit „Save“ Einstellungen bestätigen
3.2.1 Einstellungen bei mehreren Wechselrichtern
Werden mehrere Solax Wechselrichter verwendet muss dies für den Master-Wechselrichter und die Slave-Wechselrichter eingestellt werden
11. am Wechselrichter das Menü öffnen
12. Punkt „Settings“ öffnen
13. Passwort eingeben
14. „Advance Settings“ auswählen
15. „Parallel Setting“ öffnen
16. Am Master-Wechselrichter unter „setting“ auf „Master“ stellen
17. An jedem Slave-Wechselrichter unter „setting“ auf „Free“ stellen
3.3 Einstellungen am Smartfox
Anmelden auf: my.smartfox.at oder lokal über die IP-Adresse auf das Gerät zugreifen
Schritt 2 bis 5 kann nur auf http://my.smartfox.at durchgeführt werden!
Menü: Einstellungen > Meine Geräte > Basisdaten
Optionen aktivieren:
„Eigenverbrauch aktiviert“
„Gesamtverbrauch aktiviert“
Max PV Power in Watt eintragen
Fronius Push Service deaktivieren!
3.4 Wechselrichter hinzufügen
Menü: Einstellungen > Wechselrichter
Auf „+“ klicken:
Modell: Solax Hybrid oder Solax Strang
IP-Adresse eingeben
Modbus-Adresse eintragen
(Optional) Name & Farbe zuweisen
Hinweis! Werden mehrere Wechselrichter angebunden, diesen Schritt wiederholen!
3.5 Batterie hinzufügen
Die Batterieansteuerung kann entweder vom SMARTFOX Energiemanager durchgeführt werden oder mittels Wechselrichter erfolgen.
Folgende Wechselrichter können mit keiner Batterie kommunizieren:
Solax X3 String
Solax X1 String
Soll der Batteriespeicher mittels dyn. Stromtarifen geladen werden, ist die Auswahl „Option a“ erforderlich!
Option a: Batterieansteuerung durch SMARTFOX (Modus Control)
Option b: Batterieansteuerung durch den Wechselrichter
Menü: Einstellungen > Batterie
Auf „+“ klicken:
Modell: Solax oder Solax Ctrl. setzen
(Optional) Farben für Ladeleistung & SOC wählen
3.5.1 Option a: Batteriesteuerung durch SMARTFOX Pro (Bat. Control)
Optional: Farbe wählen, mit der die Lade/Entladeleistung in den Diagrammen dargestellt wird
Optional: Farbe wählen, mit der der SOC in den Diagrammen dargestellt wird.
Die Modbus Adresse des Wechselrichters eintragen, an dem die Batterie angeschlossen ist (Standard = 1)
Zielwert Ladung: Zielwert in Watt eintragen, auf den während der Batterieladung geregelt werden soll. (Standardeinstellung = 0W).
Zielwert Entladung: Zielwert in Watt eintragen, auf den während der Batterieentladung geregelt werden soll. (Standardeinstellung = 0W).
Um nicht mit anderen Regelsystemen zu kollidieren bzw. Prioritäten in der Ansteuerung zu ändern, kann der Zielwert jeweils variiert werden. Beispielsweise wird bei einem Zielwert von -200W konstant ins Netz eingespeist oder mit +200W konstant aus dem Netz bezogen.
Leistung: Die maximale Lade- Entladeleistung festlegen (abhängig von AC-Ausgangsleistung des Wechselrichtermodels und Batteriegröße; siehe Herstellerdatenblatt)
Min. SOC: Minimal gewünschten SOC (State of Charge, Batterieladestand) in Prozent % eintragen (Standard = 8%)
Mit „OK“ bestätigen
3.5.2 Batterieladung mittels dynamischem Stromtarif
Dynamischer Stromtarif muss aktiviert sein.
Option a - Battery Control muss gewählt sein
Danach stehen folgende Einstellungen zur Verfügung:
Energietarif Einschaltpreis:
Wird der eingetragene Strompreis [cent] unterschritten, aktiviert SMARTFOX die Batterieladung und nutzt somit automatisch die günstigen Tarifzeiten.
Energietarif Einschaltdauer:
Dazu wird eine Schaltzeit parametriert z.B. 6 Stunden und eine Einschaltdauer z.B. 3 Stunden, der Energiemanager lädt die Batterie in den 3 günstigsten Stunden, im Zeitfenster der 6 Stunden.
3.5.3 Option b: Batteriesteuerung durch Wechselrichter
Im Menü „Batterie“ prüfen, ob die Batterie Solax ausgewählt wurde oder bei Bedarf selbstständig setzen.
Optional: Farbe wählen, mit der die Lade/Entladeleistung in den Diagrammen dargestellt wird
Optional: Farbe wählen, mit der der SOC in den Diagrammen dargestellt wird.
Die IP-Adresse des Wechselrichters eingeben
Die Modbus Adresse des Wechselrichters eintragen, an dem die Batterie angeschlossen ist (Standard = 1)
Mit „OK“ bestätigen
Neustart durchführen:
Manchmal wird die Verbindung zwischen den Geräten erst nach einem Neustart des SMARTFOX Energiemanagers wiederhergestellt.
👉 Anleitung:
Drücken Sie die Pfeil-hoch und Pfeil-runter Tasten gleichzeitig für 5 Sekunden, um das Gerät neu zu starten.
Ihr SMARTFOX ist nun für die Kommunikation mit einem Solax-Wechselrichter inklusive Batterie bereit.