Mennekes Amtron 4You / 4Business

Mennekes Amtron 4You / 4Business

Nachfolgende Anleitung erklärt die Anbindung und Parametrierung von Mennekes Amtron 4You/4Business Ladestationen mit dem SMARTFOX Pro System. Durch die intelligente Ansteuerung kann die Ladestation basierend auf dem zur Verfügung stehenden Überschuss der PV Anlage stufenlos geregelt werden. Zusätzlich steht ein dynamsiches Lastmanagement zum Schutz der Hausanschlusssicherung zur Verfügung.

Der Lademodus (Überschussladung / Schnellladung…) kann über das Webportal / App aus der Ferne geändert werden und die Ladedaten abgerufen werden.

Wir haben den Inhalt dieser Dokumentation auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft. Dennoch können Abweichungen, verbleibende Fehler und Auslassungen nicht ausgeschlossen werden, sodass wir für dadurch eventuell entstandene Schäden keine Haftung übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden jedoch regelmäßig überprüft und notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten. Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.

Diese Originaldokumentation ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und der Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil dieser Anleitung darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung der DAfi GmbH reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Zuwiderhandlungen können strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.

 Alle Rechte & technische Änderungen vorbehalten.

 © DAfi GmbH

Lesen Sie vor der Verwendung des Gerätes / Produktes die Herstelleranleitung und Sicher­heitshinweise aufmerksam durch und bewahren Sie diese zum späteren Nachschlagen auf. Der Her­steller haftet nicht für Schäden, die durch falsche Angaben entstehen.

Diese Anleitung gibt zusätzliche Informationen zur Ausführung / Koppelung der beschriebenen Geräte und ersetzt nicht die Herstelleranleitung. Sie enthält die erforderlichen Informationen für den bestimmungsgemäßen Gebrauch. Sie wendet sich an elektrotechnisches Personal oder Fachkräfte, die mit der Aufstellung, Montage und Inbetriebsetzung des hier beschriebenen Produktes vertraut sind. Unsachgemäße Installation und Verwendung kann zu einem elektrischen Schlag oder Brand führen.

Installieren oder betreiben Sie das Gerät/Produkt nicht, wenn es beschädigt ist! Verändern Sie das Gerät / Produkt nicht und nehmen Sie selbst keine Reparaturen vor!

1. Erforderliche Komponenten

  • SMARTFOX Pro / Pro 2 / Pro 3, inkl. Stromwandler 80A
    Pro: Softwarestand EM2 00.01.15.xx
    Pro 2: Softwarestand EM3 00.01.15.xx
    Pro 3: Softwarestand EM4 00.01.15.xx
    Pro: Art. Nr. 0791732486575
    Pro 2: Art. Nr. 0767523866383
    Pro 3: Art. Nr. 0767523866451

  • SMARTFOX Pro / Pro 2 / Pro 3, inkl. Stromwandler 100A
    Pro: Softwarestand EM2 00.01.15.xx
    Pro 2: Softwarestand EM3 00.01.15.xx
    Pro 3: Softwarestand EM4 00.01.15.xx
    Pro: Art. Nr. 0791732486698
    Pro 2: Art. Nr. 0767523866390
    Pro 3: Art. Nr. 0767523866468

 

 

 

image-20251020-141824.png

 

Mennekes Ladestation

  • Amtron 4You

  • Amtron 4Business

image-20251021-130749.png

 

SMARTFOX Softwarelizenz für Car Charger
Art. Nr. 0791732486568
*eine Lizenz gültig für bis zu 5 Ladepunkte

 

2. Anschluss

Mit dem SMARFOX Pro Energiemanager können bis zu 5 Ladestationen angesteuert werden. SMARTFOX und Ladestationen müssen mit dem selben Netzwerk verbunden werden, um die Kommunikation via Modbus TCP zu ermöglichen.

2.1 Anschluss Übersicht

image-20251021-114458.png

2.2 Anschluss Schema

image-20251021-114513.png

 

3. Einstellungen Mennekes

Die folgenden Punkte beschreiben nur die zur Kommunikation erforderlichen Einstellungen.

  1. Webinterface der Ladestation öffnen (die möglichen Varianten finden Sie in der Mennekes Installationsanleitung)

  2. Mit den Zugangsdaten laut, Mennekes Einrichtungsdatenblatt anmelden

image-20251021-133815.png
  1. Menüpunkt „Einstelllugen > Vernetzung > Lokales Netzwerk“ öffnen

  2. DHCP der LAN-Konfiguration deaktivieren

  3. Für das Netzwerk passende und freie IP-Adresse festlegen

  4. Netzwerkmaske, Gateway und DNS entsprechend dem vorhandenen Netzwerk festlegen

Hinweis! Punkt 5 und 6 zeigen ein IP-Beispiel. Die Werte können nicht frei übernommen werden und müssen an das vorhandene Netzwerk angepasst werden

image-20251021-133847.png
  1. Menü „Einstellungen > Produkt & Installation > Lastmanagement“ öffnen

  2. Maximalen Ladestrom der Ladestation definieren

image-20251021-133932.png
  1. Menü „Einstellungen > Produkt & Installation > Lastmanagement“ öffnen

10.  Maximalen Ladestrom bei Kommunikationsabriss (Fallback Current) festlegen

image-20251021-134002.png

11.  Menü „Einstellungen > Vernetzung > Externes Energiemanagement“ öffnen

12.  Modbus TCP auf „An“ stellen

13.  Sicherheitsstromgrenze setzen, wenn Verbindung unterbrochen wird

14.  Modbus Port auf „502“ festlegen (standardmäßig festgelegt und nur im Expertenmodus verfügbar)

15.  Die anderen Schnittstellen und Steuermöglichkeiten deaktivieren

image-20251021-134105.png

16.  Menü „Installation“ öffnen

17.  Installations-Strombegrenzung festlegen

18.  Definieren, ob das System 1- oder 3-phasig betrieben wird. (Einstellung an Setup des Phasenfolgerelais der Ladestation anpassen)

19.  Phasendrehrichtung an Anschluss anpassen

image-20251021-134221.png

20.  Kommunikation unter folgendem Mennekes Hard- und Softwarestand getestet und freigegeben

image-20251021-134235.png

 

 

4. Einstellungen am Smartfox

  1. Anmelden auf: my.smartfox.at oder lokal über die IP-Adresse auf den SMARTFOX Energiemanager zugreifen

  2. Menü: Einstellungen > Meine Geräte

Für die Installation wird ein Smartfox Pro / Pro2 / Pro3 benötigt. Zur Anleitung:

SMARTFOX Pro / Pro 2 – Schnellstart-Anleitung

  1. Zur Einbindung der Ladestation ist der Mindestsoftwarestand 00.01.15.xx erforderlich.

    Sollte eine ältere Version installiert sein, führen Sie ein Softwareupdate aus. Das Update kann im Menüpunkt „Software Aktualisierung“ durchgeführt werden. Folgen Sie dazu den Anweisungen im Menü.

image-20251021-115410.png
  1. Lizenzmenü öffen und Lizenzen je nach vorhandenen Ladepunkten aktivieren

    image-20251203-094632.png
image-20251211-143727.png

4.2 Ladestation hinzufügen

  1. Geräteparametrierung öffnen

  2. Menü: Einstellungen > Ladestation

  3. Auf „+“ klicken:

    • Modell: Mennekes Amtron 4You / 4Business

image-20251021-115626.png
  1. Namen vergeben, mit dem die Ladestation in der Übersicht angezeigt werden soll. z.B. Garage

  2. Optional: Farbe vergeben, mit der die Ladekurve in den Charts angezeigt wird (Leistung, Energie…)

  3. Statisch vergebene IP-Adresse der Ladestation eintragen

  4. Maximalen Ladestrom des Ladepunkts (Absicherung Ladestation) in Ampere eintragen
    16A / 3~ = 11kW                    16A / 1~ = 3,6kW            32A / 3~ = 22kW

  5. Priorität des Ladepunktes vergeben (Priorität bei nur 1 Ladestation ohne Funktion).
    Mehrere Ladestationen: 1 = höchste Priorität 5 = niedrigste Priorität
    Ladestationen mit gleicher Priorität werden parallel angesteuert

  6. Regelung: Der „Control-Mode“ gibt an, ob die Ladestation hoch oder runter regelt
    Standard = Es wird von der Mindestladeleistung zum Sollwert hochgeregelt (empfohlen)
    Up-Down= Es wird von der maximalen Ladeleistung zum Sollwert heruntergeregelt

  7. Phasenumschaltung im A Modus und M Modus:
    Aktiviert: Es wird automatisch zwischen 1 Phasig und 3 Phasig gewechselt.
    1 Phasig: Ladestation wird nur 1 Phasig betrieben.
    3 Phasig: Ladestation wird nur 3 Phasig betrieben.

Achtung! Dies ist nur eine Beispielkonfiguration. Nicht alle Ladestationen unterstützen eine automatische Phasenumschaltung.
Die Option der Phasenumschaltung ist nur verfügbar, wenn die Ladestation dazu fähig ist.

  1. Mindestladestrom in Ampere für Modus A und A+. Wenn kein Überschuss vorhanden ist, lädt das Auto in der eingestellten Mindestladung weiter.
    Min: 6 A
    Max: 16 A

Falls der Mindestladestrom kleiner als der Startstrom eingestellt ist, wird der Mindestladestrom auf den Startstrom erhöht.

  1. Phase Mindestladestrom:
    1 Phasig: Mindestladestrom in 1 phasigem Ladezustand.
    3 Phasig: Mindestladestrom in 3 phasigem Ladezustand.
    aktuelle Phase: Mindestladestrom erfolgt in aktuellem Ladezustand.

  2. M+ Modus: Aktiviert den Lademodus M+. Es kann eine definierte Energie oder Zeit festgelegt werden. Der Fallback Modus gibt den Lademodus an, der nach Ablauf der M+ Funktion aktiviert wird

image-20251021-131328.png

Achtung! Dies ist nur eine Beispielkonfiguration.
Der Energietarif Einschaltpreis ist nur verfügbar, wenn der SMARTFOX Tarif in den allgemeinen Einstellungen aktiviert wurde.

Hinweis! Werden mehrere Ladestationen angebunden, diese Schritte wiederholen!

 

4.3 Erweiterte Einstellungen

  1. Regelzeit: Die Zeit, in der die Regelung Werteänderungen durchführt. Die minimal mögliche Regelzeit für einen Ladepunkt beträgt 3s

  2. Leistungsbegrenzung Hausanschluss: Hier wird eingestellt, ob die Leistung des Hausanschlusses bei der Ladung des Fahrzeugs berücksichtigt werden soll. Wird eine Zwangsladung ausgeführt und im Haus weitere Verbraucher (z.B. E-Herd) zugeschaltet und somit die Grenze der Hausanschlusssicherung erreicht, regelt SMARTFOX Pro die Ladestationen dynamisch zurück.

  3. Limit Hausanschluss: Ist die Leistungsbegrenzung aktiviert kann hier der Nennstrom der Hausanschlusssicherung eingetragen werden

  4. Leistungsbegrenzung Subzähler: Zusätzlich zum Hausanschluss kann eine weitere Regelebene berücksichtigt werden. Hierzu kann z.B. ein SMARTFOX Energy Meter als Subzähler im Tiefgaragenabgang installiert werden

  5. Limit Subzähler: Ist die Leistungsbegrenzung Subzähler aktiviert, kann hier der maximal zulässige Strom des Abgangs definiert werden

  6. Zuständiger Subzähler: gewünschten Zähler auswählen

  7. Einschaltverzögerung: Die „Einschaltverzögerung“ bewirkt, dass trotz genügend Überschusses eine gewisse Zeit abgewartet wird, bis die Ladestation eine Ladung frei gibt. Es kann eine Verzögerung von 0 - 255 Minuten eingestellt werden. Die Einstellung verhindert zu häufiges Ein- bzw. Ausschalten bei wechselhaften Überschussverhältnissen

  8. Ausschaltverzögerung: Bricht der Überschuss während des Ladevorgangs kurzfristig zusammen (z.B. bei Wolken), wird die gewählte Zeit der „Ausschaltverzögerung“ abgewartet, bevor die Ladung beendet wird. Damit können kurze Zeiten des Bezugs während der Ladung überbrückt werden. Es kann eine Verzögerung von 0 - 255 Minuten eingestellt werden. Die Einstellung verhindert somit zu häufiges Ein- bzw. Ausschalten bei wechselhaften Überschussverhältnissen.

  9. Zielwert: Der „Zielwert“ kann zwischen -30000W & +30000W eingestellt werden. Um keine Energie aus dem Netz zu beziehen sollte hier 0W oder ein negativer Wert eingestellt werden (z.B. -200W).

  10. Leistungs Offset: Zusätzliche Leistung, die für die Einschaltschwelle herangezogen wird. Der Wert ist standardmäßig auf „Null“ zu belassen und wird nur in Sonderfällen benötigt, wenn die Mindesteinschaltleistung des zu ladenden Fahrzeugs von der Norm abweicht. Der Wert kann zwischen -30000W & +30000W eingestellt werden.

  11. Aout aktiv: Gibt an, ob der Analogausgang angesteuert werden soll, während das Fahrzeug geladen wird oder nicht. Bsp. EIN: Der Analogausgang wird während der Fahrzeugladung angesteuert.

image-20251021-121202.png

 

Neustart durchführen:
Manchmal wird die Verbindung zwischen den Geräten erst nach einem Neustart des SMARTFOX Energiemanagers wiederhergestellt.

👉 Anleitung:
Drücken Sie die Pfeil-hoch und Pfeil-runter Tasten gleichzeitig für 5 Sekunden, um das Gerät neu zu starten.

Ihr SMARTFOX ist nun für die Kommunikation mit einer Mennekes Amtron-Ladestation bereit.

 

 

5. Anzeigen & Bedienung mit SMARTFOX

5.1 Live Übersicht

a) Die Parametrierte Ladestation wird mit dem vergebenen Namen in der Übersicht dargestellt.

b) Die mini LED im linken, oberen Bereich der Kachel visualisieren die Aktivität des Verbrauchers
Ganzes Symbol ausgegraut: Ladestation ist deaktiviert
LED grau: Verbraucher temporär abgeschaltet
LED grün: Verbraucher wird mit überschüssiger Energie betrieben
LED blau: Verbraucher aktiv. Der Verbrauch wird mit PV-Überschuss betrieben, reicht die überschüssige Energie nicht aus, wird zusätzlich Strom aus dem Netz bezogen.

c) Unter dem Icon kann die aktuelle Ladeleistung abgelesen werden. Sowie die bereits aufgenommene Energie des aktuellen Ladevorgangs bzw. der letzten Ladung.

d) Die Status-Info zeigt die aktuelle Meldung der Ladestation in einer gekürzten Form an. Zur Anzeige der vollständigen Statusmeldung auf die Kachel klicken.

Folgende Kurz-Meldungen sind möglich:

  • Kein Fahrzeug                                             -     Schaltzeit

  • Überschuss                                                 -     Energietarif

  • Kein Überschuss                                         -     Car Charge Stop

  • Manuell                                                        -     Keine Freigabe

  • Umschaltung                                               -     nicht verbunden

  • Schalter Ein                                                 -     Fehler

e) Vollständige Statusmeldungen (siehe Abbildung nächste Seite)

Status                                                                               

  • Wartet auf genügend Überschuss                         -     Kein Fahrzeug

  • Schaltzeit ist aktiv                                                    -     Nicht bereit

  • Manuell eingeschaltet                                             -     Bereit

  • Eingeschaltet Energietarif                                       -     Es wird geladen

  • Lädt mit Überschuss                                               -     Fehler

  • Nicht autorisiert                                                        -     Car Charge Stop (EVU-Sperre)

image-20251021-122523.png

2.5.2 Lademodus

  • Modus AUS (Abgeschaltet)
    Die Ladestation ist gesperrt und gibt keine Ladung frei.

  • Modus M (Zwangsladung):
    Das Fahrzeug wird mit der höchstmöglichen Ladeleistung geladen (Strombezug aus dem Netz möglich).

  • Modus A (Überschuss):
    Das Fahrzeug wird nur mit überschüssiger Energie aus der Photovoltaikanlage geladen.

  • Modus A+ (Überschuss-Plus)
    Das Fahrzeug wird mit überschüssiger Energie aus der Photovoltaikanlage geladen, zusätzlich sind die parametrierten Schaltzeiten der Wochenzeitschaltuhr aktiv.

  • Modus M+ (Manuell Plus)
    Das Fahrzeug wird mit der definierten Energie / Zeit geladen. Nach Erreichen der Zielvorgabe wechselt das System auf den eingestellten Fallback Modus

image-20251211-144245.png

 

6. Erweiterte Anwendungen

6.1 Schaltzeiten

Im folgenden Abschnitt wird die Parametrierung der integrierten Wochenzeitschaltuhr an einem Beispiel erläutert. An jedem Ausgang können bis zu 3 unterschiedliche Schaltzeiten hinterlegt werden. Somit lässt sich eine automatisierte Ladung in den Nachtstunden (Tarifoptimiert, Lastverteilung…) einstellen sowie eine gewünschte Sperrzeit hinterlegen.

6.1.1 Beispiel: Integration von Schaltzeiten „Werktags abfahrbereit“:

Kann Werktags nicht per Überschuss geladen werden (Fahrzeug erst abends zu Hause oder schlechtes Wetter), muss das Fahrzeug natürlich trotzdem abfahrbereit bleiben. Um dies sicherzustellen, können im Modus A+ (Überschuss-Plus) Zwangsladungen der Wochenzeitschaltuhr getriggert werden. Das nachfolgende Beispiel zeigt die Parametrierung einer Netznachladung, um eine gewisse Mindestladung während der Arbeitswoche sicherzustellen.

a) Geräteparametrierung (Zahnrad) öffnen

image-20251021-123049.png

b)  Unter „Einstellungen“ Menü „Ladestation wählen

c)  Entsprechende Ladestation wählen

image-20251021-123105.png

d) Eine der drei Schaltzeiten durch Klicken öffnen.

e)  z.B. Schaltzeit 1 durch Klicken auf das Plus-Symbol öffnen

f) Tage: Gewünschte Wochentage der Schaltzeit aktivieren

g)  Startzeit der Zwangsfreigabe wählen z.B. 00:00

h)  Endzeit der Freigabe festlegen z.B. 05:00

Die Nachladung ist somit für 5h aktiv. Werden mehrere Einschaltzeiten benötigt, können bis zu 3 Schaltzeiten hinterlegt werden.

Zur Freigabe über Mitternacht werden 2 Schaltzeiten benötigt.
z.B. Schaltzeit 1: Startzeit 22:00 - Endzeit 23:59
Schaltzeit 2: Startzeit 00:00 - Endzeit 05:00

i) Ladestrom der Nachladung festlegen z.B. 16A

j) „Modus“ gibt an, ob die bereits vorher im Überschussbetrieb gelaufene Zeit abgezogen werden soll oder nicht (Automatik = Zeit wird abgezogen; Manuell = Zeit wird nicht abgezogen). Der Zähler der Restlaufzeit wird morgens um 06:00 (Restlaufzeit) auf 0 zurückgesetzt.

image-20251021-123235.png

6.2 Ansteuerung mehrerer Ladestationen

In diesem Abschnitt werden die Besonderheiten zur Ansteuerung mehrerer Ladestationen (max. 5) beschrieben.

Das dynamische Lastmanagement des SMARTFOX Pro ermöglicht stufenloses Überschussladen von bis zu 5 Ladepunkten, sowie eine dynamische Leistungsbegrenzung, um die Hausanschlusssicherung nicht zu überlasten oder die vom Netzbetreiber zur Verfügung stehende Spitzenleistung nicht zu überschreiten. SMARTFOX Pro bietet somit eine ideale Ladelösung für kleinere Gewerbe oder Wohnanlagen, die eine intelligente, dynamische Lastaufteilung benötigen.

Schematischer Aufbau

image-20251021-125111.png

Für die Ladepunkte 1 bis 5 können Prioritäten vergeben werden.

1= höchste Priorität                                                                                  
5= niedrigste Priorität.

 

Ladestationen mit der gleichen Priorität werden parallel angesteuert.

a.)  Zu parametrierende Ladestation auswählen.

b.) Priorität des Ladepunktes zuweisen und auf Speichern klicken.

Unter Regelung kann die dynamische Hausanschlussbegrenzung aktiviert werden. Diese ist erforderlich, um ein Auslösen der Hausanschlusssicherung zu verhindern, sollten viele Verbraucher gleichzeitig eingeschaltet werden (z.B. E-Herd, Wärmepumpe…). SMARTFOX erkennt den zusätzlichen Verbrauch und regelt die Ladestationen entsprechend der eingestellten Prioritäten zurück. Somit lassen sich auch mehrere Ladestationen an einem Anschluss mit wenig zur Verfügung stehenden Spitzenlast problemlos betreiben (z.B. Nachrüstung älteres Wohnhaus, geringe Kabelquerschnitte…)

 

6.2.1 Regelvarianten Hausanschlussbegrenzung

Es kann zwischen zwei Regelvarianten gewählt werden

6.2.1.1 Hausanschlussbegrenzung Leistung [kW]

Es wird auf den maximal eingestellten Netzbezugswert geregelt (Achtung Summe Hausanschlusspunkt)

a.)  Leistungsbegrenzung Hausanschluss auf „Leistung [kW]“ stellen

b.) Limit Hausanschluss in Kilowatt eintragen

image-20251021-125507.png

 

6.2.1.2 Hausanschlussbegrenzung Strom [A]

Es erfolgt eine Einzelphasenabregelung nach eingestelltem Strom Maximum

a.) Leistungsbegrenzung Hausanschluss auf „Strom [A]“ stellen

b.) Limit Hausanschluss in Ampere eintragen

image-20251021-125512.png

6.2.1.3 Zweite Regelebene

Soll zusätzlich zum Hausanschlusspunkt eine weitere Regelebene überwacht werden, kann dies mittels Installation eines SMARTFOX Energy Meters realisiert werden (siehe Anschlussbild). Somit kann z.B. der Hausanschlusspunkt und der Abgang zur Tiefgarage überwacht werden. Mit Einsatz des SMARTFOX Energy Meters können Abgänge bis 80A überwacht werden.

a.)  Untermenü „Externe Zähler“ öffnen

b.)  „SMARTFOX Energy Meter RS485“ hinzufügen

c.)  Konfigurator starten und Anweisungen folgen

d.)  Ziel für Werte „Subzähler“ wählen

image-20251021-125613.png

e.)  Untermenü „Ladestation“ öffnen

f.)  Leistungsbegrenzung Subzähler auf „Strom“ oder „Leistung“ setzen

g.)  Limit des Subzählers in Ampere oder Kilowatt eintragen

h.)  Zuständigen Subzähler wählen

image-20251021-125840.png

6.2.2 Beispiele

6.2.2.1 Ansteuerung parallel

image-20251021-125944.png

6.2.2.2 Unterschiedliche Prioritäten

image-20251021-130009.png

6.2.2.3 Einzelphasenüberwachung inkl. 2. Regelebene

f041fcbc-4c00-4f45-aa74-69202baa90e3.png
a4e5574e-a03c-4146-865a-8c9ffcb20ae8.png

 

 

 

 Verwandte Artikel